Du stehst auf der Range. Vor dir ein Korb Bälle. Du nimmst den Driver und schlägst, bis der Korb leer ist. Kennst du das? Ich kenne es gut. Es fühlt sich nach Training an. Meist ist es aber nur Bälleschlagen. Dabei lässt sich eine halbe Stunde auf der Driving Range viel besser nutzen. Hier steht, wie.
Warum die Range mehr ist als der Driver
Den Driver spielst du auf einer Runde höchstens einmal pro Loch, und nur dort, wo er passt. Ein Par 3 spielst du meist mit einem Eisen. Rund ums Grün und auf dem Grün fallen viele weitere Schläge. Wer auf der Range nur den Driver übt, trainiert also den kleinsten Teil der Runde. Der Driver darf dabei sein. Er muss aber nicht den ganzen Korb bekommen.
Fang klein an: Wedge zuerst
Starte mit einem Wedge und halben Schwüngen. So kommt der Körper in Gang, und du findest deinen Rhythmus. Wie du dich vor einer Runde aufwärmst, steht im Artikel zum Aufwärmen vor der Golfrunde. Danach arbeitest du dich in der Schlägerreihe nach oben: kurze Eisen, lange Eisen, Hybrid, zum Schluss der Driver.
Mein Vorschlag für einen Korb. Es ist ein Vorschlag, kein Gesetz:
- Etwa ein Drittel für Wedges und halbe Schwünge.
- Etwa ein Drittel für ein kurzes und ein mittleres Eisen.
- Der Rest für Hybrid oder Holz und zum Schluss den Driver.
Spiel jeden Ball auf ein Ziel
Auf dem Platz schlägst du nie einfach ins Leere. Es gibt immer ein Ziel. Such dir deshalb auf der Range eine Fahne, ein Schild oder einen Baum am Ende der Wiese. Nimm vor jedem Schlag kurz Stellung, wie du es auf der Runde tust. Und wechsle nach jedem Ball Ziel oder Schläger. So übst du, was dich auf dem Platz wirklich erwartet. Biegt der Ball immer wieder ab, hilft dir der Text zu Slice und Hook. Bei dünnen oder fetten Treffern lohnt sich der Blick auf Toppen und Duffen.
Ein Tipp noch: Konzentriere dich pro Einheit auf eine einzige Sache. Das kann der Griff sein, die Ballposition oder das Tempo. Wer drei Dinge gleichzeitig ändert, weiss am Ende nicht, was gewirkt hat.
Plane Zeit fürs kurze Spiel ein
Die Range zeigt dir, wie weit der Ball fliegt. Für Chips, Pitches und Putts brauchst du ein Übungsgrün oder einen kurzen Platz. Frag beim Besuch am Empfang, ob es ein Übungsgrün gibt. Wie sich Chip und Pitch unterscheiden, erklärt der Artikel Chippen und Pitchen. Wer das kurze Spiel auf echtem Gras üben möchte, findet Anlagen wie Pitch&Putt Bad Schinznach (4.5 Sterne bei 137 Google-Bewertungen). Mehr dazu im Beitrag über Kurzplätze und Pitch-and-Putt.
Wo du in der Schweiz üben kannst
Die Auswahl ist gross. In unserer Datenbank stehen 118 Anlagen. Bei 106 davon ist eine Driving Range eingetragen. Bei den restlichen 12 ist die Angabe offen. In der Schweiz selbst sind es 96 von 108 Anlagen. Die meisten gehören zu einem Golfplatz: 69 davon nehmen Gäste auf, 21 sind Pay-and-Play, 6 sind privat.
Für den Alltag sind die reinen Driving Ranges praktisch. Wir führen sechs davon, alle als Pay-and-Play, also ohne Mitgliedschaft. Mehr zu diesem Prinzip steht im Artikel Golf ohne Mitgliedschaft.
- Albis-Golf in Wettswil ZH: 4.6 Sterne bei 173 Google-Bewertungen.
- Golf Park Thalwil in Thalwil ZH: 4.4 Sterne bei 48 Google-Bewertungen.
- Golf Mägenwil in Mägenwil AG: 4.2 Sterne bei 95 Google-Bewertungen.
- Golf de Pra Roman in Lausanne VD: 4.6 Sterne bei 99 Google-Bewertungen.
Dazu kommen die Driving Range von Golf Glarnerland in Nidfurn GL und der Practice Golf Club de Bassecourt im Jura. Preise pro Korb und Öffnungszeiten nennt jeweils der Betreiber auf seiner Website. Sie ändern sich, deshalb schreiben wir sie hier nicht auf.
Wie die Anlagen bei Besucherinnen und Besuchern ankommen, siehst du jederzeit aktuell auf den Bestenlisten.
Noch drei kleine Dinge
Erstens: Frag den Club, ob Leihschläger und Bälle bereitliegen. Gerade als Einsteiger musst du nicht gleich einen vollen Satz mitbringen. Zweitens: Üb lieber kurz und regelmässig als einmal lang und müde. Drittens: Notier dir nach jeder Einheit einen Satz, was gut lief. So siehst du Fortschritte. Mehr Ideen für Einsteiger findest du bei den Golf-Hacks für Anfänger.
Kurz zusammengefasst
- Der Driver gehört auf die Range, aber nicht in den ganzen Korb. Wedges und Eisen bilden den grössten Teil der Runde.
- Starte mit dem Wedge und arbeite dich zum Driver hoch.
- Spiel jeden Ball auf ein Ziel, wechsle Ziel oder Schläger, und übe pro Einheit nur eine Sache.
- Chippen und Putten übst du am Übungsgrün oder auf einem Kurzplatz.
- In unserer Datenbank haben 106 von 118 Anlagen eine Driving Range. Sechs davon sind reine Pay-and-Play-Ranges.