Genf hat beim Golf ein Problem, das keine andere Schweizer Stadt so kennt. Der grosse Traditionsclub der Stadt nimmt Gäste nur werktags. Am Wochenende gehört der Platz den Mitgliedern. Wer also samstags spielen will und keinen Club hat, schaut fast automatisch über die Grenze nach Frankreich. Nur: So einfach, wie es klingt, ist es nicht. Zwei der drei bekanntesten Plätze rund um Genf sind ebenfalls werktags. Der Reihe nach.
Der Club in der Stadt: schön, aber werktags
Der Golf Club de Genève liegt am Stadtrand, wenige Minuten vom Zentrum. 18 Löcher, Par 72, ein gepflegter Parkland-Platz. Bei uns steht er mit 4,5 Sternen aus 209 Google-Bewertungen — ein solider, breit abgestützter Wert.
Der Haken steht in unseren Daten: Gäste kommen nur werktags auf den Platz, und das Gäste-Greenfee beginnt bei CHF 150. Fürs Wochenende fällt der Platz damit aus. Genau das ist der Grund, warum das Genfer Golf zu einem grossen Teil jenseits der Grenze stattfindet.
Drei Namen fallen immer: Bossey, Esery, Maison Blanche
Fragt man in Genf nach Golf über der Grenze, fallen fast immer dieselben drei Namen.
Bossey liegt am Fuss des Salève, gleich hinter der Grenze. Von der Stadt sind es nur ein paar Minuten. 18 Löcher, Par 72, 4,5 Sterne aus 249 Bewertungen.
Esery liegt etwas weiter draussen bei Reignier und hat einen 18-Loch- und einen 9-Loch-Platz. Mit 4,5 Sternen aus 286 Bewertungen bekommt er die meiste Resonanz der drei.
Maison Blanche im Pays de Gex bei Échenevex ist der grösste im Bunde: zwei komplette 18-Loch-Plätze, Le Château und Le Gary Player. Zusammen kommt die Anlage auf 4,6 Sterne aus 187 Bewertungen.
Drei starke Adressen also. Aber jetzt kommt der Punkt, den viele erst am Parkplatz merken.
Der Haken: zwei davon sind auch nur werktags
Man fährt über die Grenze, um das Wochenend-Problem zu lösen — und trifft es dort zum Teil wieder.
Nach unseren Daten nehmen Bossey und Maison Blanche Gäste ebenfalls nur werktags. Wer am Samstag ohne Mitgliedschaft anreist, steht vor demselben verschlossenen Tor wie in der Stadt.
Der Einzige der drei, der Gäste auch am Wochenende spielen lässt, ist Esery. Wenn du also samstags oder sonntags golfst und keinen Club hast, ist Esery rund um Genf die naheliegendste sichere Wahl. Unter der Woche hast du dagegen die freie Auswahl zwischen allen dreien.
Verbindliche Preise nennen die französischen Clubs auf ihren Websites. Sie ändern saisonal, und wir führen dafür keine festen Ab-Preise. Ruf im Zweifel kurz an oder buch online, bevor du losfährst.
Es geht auch ohne Grenze
Nicht jede Runde ab Genf muss nach Frankreich führen.
Im Kanton selbst gibt es mit der Vieille-Bâtie in Collex-Bossy eine öffentliche Pitch-and-Putt-Anlage. Sie ist ohne Clubausweis und auch am Wochenende spielbar. Für einen kurzen Feierabend oder zum Üben ist das die unkomplizierteste Option — 4,7 Sterne aus 117 Bewertungen, der beste Schnitt in dieser Runde.
Fährst du Richtung Nyon, öffnet sich die Waadtländer Seite. Bonmont in Chéserex nimmt Gäste auch am Wochenende: 18 Löcher, Par 71, Greenfee ab CHF 180, 4,6 Sterne aus 362 Bewertungen. Dazu liegt mit La Côte in Bougy-Villars ein weiterer öffentlicher Platz mit Weitblick über den Genfersee in Reichweite. Der berühmte, aber sehr private Nachbar Domaine Impérial in Gland bleibt Gästen dagegen weitgehend verschlossen — schön zu wissen, selten spielbar.
Was das für deine Planung heisst
Kurz auf den Punkt: Ab Genf hängt die Platzwahl stärker vom Wochentag ab als vom Preis.
Werktags ist die Region ein kleines Golf-Paradies — Stadtclub, drei französische Plätze, dazu die Waadtländer Küste, alles offen. Am Wochenende schrumpft die Liste spürbar. In Frankreich bleibt vor allem Esery, in der Schweiz die öffentlichen Anlagen und Bonmont.
Denselben ehrlichen Vergleich haben wir für die andere Ecke des Landes gemacht: Lohnt sich die Fahrt über die Grenze ab Basel? Wer generell beim Greenfee sparen will, findet die wirksamsten Hebel im Ratgeber zum Greenfee-Sparen. Und alle zehn Grenzplätze, nach Anfahrt gruppiert, stehen auf unserer Übersicht der Grenzplätze.
Kurz zusammengefasst
- Der Golf Club de Genève nimmt Gäste nur werktags, Greenfee ab CHF 150. Fürs Wochenende fällt er aus.
- Über der Grenze fallen drei Namen: Bossey, Esery und Maison Blanche.
- Der Haken: Bossey und Maison Blanche sind ebenfalls nur werktags. Am Wochenende bleibt von den dreien vor allem Esery.
- Ohne Grenze geht auch: die Vieille-Bâtie im Kanton, Bonmont und La Côte auf der Waadtländer Seite.
- Ab Genf entscheidet der Wochentag mehr als der Preis. Werktags ist alles offen, am Wochenende wird die Liste kurz.