Im April schaut die Golfwelt nach Augusta. Vier Tage, ein grünes Sakko, ein Platz, den die meisten nur aus dem Fernsehen kennen. Das Masters ist das berühmteste Golfturnier der Welt. Hier steht, woher es kommt, wie es funktioniert und was es mit der Schweiz zu tun hat.
Wie das Masters entstand
Das erste Turnier wurde 1934 gespielt. Gegründet hatten den Augusta National Golf Club der Amateur-Star Bobby Jones und der Banker Clifford Roberts. Der erste Sieger hiess Horton Smith, er gewann mit einem Schlag Vorsprung auf Craig Wood.
Den Namen Masters trug das Turnier anfangs nicht offiziell. Die ersten Jahre lief es als Augusta National Invitation Tournament. Roberts wollte es Masters nennen, Jones fand das unbescheiden. Erst 1939 wurde der Name offiziell.
Das grüne Sakko und andere Rituale
Das grüne Sakko bekommt der Sieger seit 1949. Der erste, dem es überreicht wurde, war Sam Snead. Dazu kommt das Champions Dinner, das seit 1952 stattfindet. Ben Hogan lud damals die früheren Sieger zum Essen ein. Bis heute wählt der amtierende Champion das Menü aus. Weitere feste Traditionen sind die Honorary Starters am ersten Morgen und der Par-3-Contest am Tag vor dem Turnier.
Augusta National: der Platz
Augusta National ist ein Par 72 über 7'565 Yards, rund 6'920 Meter. Die berühmteste Stelle ist der Amen Corner: die Löcher 11, 12 und 13. Ein langes Par 4, ein kurzes, tückisches Par 3 über Wasser und ein erreichbares Par 5. Hier werden Turniere oft in Minuten entschieden.
Wie man überhaupt teilnimmt
Das Masters ist ein Einladungsturnier mit einem sehr kleinen Feld. 2026 waren es 91 Spieler, deutlich weniger als bei den anderen Majors. Wer dabei ist, entscheiden feste Kriterien: frühere Masters-Sieger sind auf Lebenszeit eingeladen, dazu die Sieger der anderen Majors, die Weltrangliste und einige weitere Wege. 2026 war die 90. Austragung.
Das Masters 2026
Gewonnen hat Rory McIlroy, mit einem Schlag Vorsprung. Es war sein zweiter Masters-Sieg in Folge. Damit steht er in einer Reihe mit Jack Nicklaus, Nick Faldo und Tiger Woods, den einzigen Spielern, die das Masters zweimal hintereinander gewonnen haben. Es war McIlroys sechster Major-Titel. Ein Schweizer stand nicht im Feld. Einziger Spieler aus dem deutschsprachigen Raum war der Österreicher Sepp Straka.
Das Schweizer Masters heisst Crans-Montana
Die Schweiz hat ihr eigenes Masters. Es heisst Omega European Masters und wird jeden September in Crans-Montana gespielt. Das Turnier geht auf das Swiss Open von 1923 zurück und findet seit 1939 auf demselben Platz statt, dem Golfclub Crans-sur-Sierre. Das Wort European Masters steht seit 1983 im Namen. Es ist das älteste europäische Turnier, das immer am gleichen Ort ausgetragen wird. Wer die grossen Namen live sehen will, muss also nicht nach Georgia fliegen. Welche Turniere du in der Schweiz als Zuschauer siehst, steht in unserem Ratgeber zu den Schweizer Turnieren.
Augusta-Feeling auf einem heimischen Platz? Perfekt gepflegte Championship-Anlagen gibt es auch in der Schweiz. Das Domaine Impérial in Gland steht seit Jahren weit oben in den Ranglisten des Landes. Welche Plätze aktuell am besten bewertet sind, zeigen unsere Bestenlisten.
Und wenn dich das Masters aufs eigene Grün lockt: Bevor du auf einem Clubplatz spielst, brauchst du die Platzreife. Wie das in der Schweiz abläuft, was es kostet und wo du auch ohne spielst, steht in unserem Ratgeber zur Platzreife.
Kurz zusammengefasst
- Das Masters wird seit 1934 in Augusta gespielt, den Namen trägt es offiziell seit 1939.
- Das grüne Sakko gibt es seit 1949, das Champions Dinner seit 1952.
- Augusta National ist ein Par 72 über 7'565 Yards; die Löcher 11 bis 13 heissen Amen Corner.
- 2026 gewann Rory McIlroy zum zweiten Mal in Folge, kein Schweizer stand im Feld.
- Die Schweiz hat ihr eigenes Masters: das Omega European Masters in Crans-Montana, seit 1939 am selben Ort.